Frankfurt am Main

- Die Skyline Deutschlands
In Frankfurt am Main leben heute etwa 667.000 Einwohner. Damit ist die Großstadt am Main die größte Stadt Hessens und die fünftgrößte Stadt Deutschlands. Als Zentrum des Rhein-Main-Gebietes ist Frankfurt Teil eines der größten europäischen Ballungsräume. Von Alters her hatte Frankfurt eine große überregionale Bedeutung. Im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation wurden hier in der Regel die Kaiser gewählt, ab dem 16. Jahrhundert wurden sie auch hier gekrönt. Heute ist Frankfurt Sitz großer Unternehmen vor allem aus dem Finanz- und sonstigen Dienstleitungsbereich. Diese hohe Firmendichte hat viele B2B-Dienstleister in die Stadt gezogen, weshalb es z.B. sehr viele Herrenausstatter und Detekteien in Frankfurt gibt. Wichtige Institutionen wie die Europäische Zentralbank und die Deutsche Bundesbank haben hier ebenfalls ihren Sitz. Mit dem Frankfurter Flughafen und dem Hauptbahnhof befinden sich zwei wichtige Verkehrsknotenpunkte auf Frankfurter Stadtgebiet. Die A5 und die A3 als zwei der wichtigsten Autobahnen Deutschlands kreuzen sich hier.

Geschichte

Zur ersten urkundlichen Erwähnung Frankfurts kam es im Jahre 794. Die Gegend um den Domhügel muss jedoch schon in jungsteinzeitlicher Zeit besiedelt gewesen sein.

Im ostfränkischen Reich wurde Frankfurt königliche Pfalz und ab 1220 freie Reichsstadt. Mit der Goldenen Bulle wurde endgültig festgelegt, dass fortan die römisch-deutschen Kaier hier gewählt werden, ab 1562 bis zum Ende des Alten Reiches wurden auch sie auch hier gekrönt. Zur Zeit des Deutschen Bundes war Frankfurt Sitz des Bundestages. Berühmt ist die Nationalversammlung in der Paulskirche 1848 während der Märzrevolution. 1866 kam die Stadt zu Preußen, in der Folge begann ein großer wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Aufstieg.

Den Zweiten Weltkrieg überstand Frankfurt nur stark zerstört. Insbesondere die schon damals in dieser Größe recht einmalige Altstadt trug große Schäden davon. Sie wurde nach dem Krieg nicht in dieser Form wieder aufgebaut.

Standort

Frankfurt liegt im Ballungsraum Rhein-Main, südöstlich des Taunus, eines rechtsrheinischen Mittelgebirges. Das Rhein-Main-Gebiet ist eine der wichtigsten Wirtschaftsregionen Deutschlands. Entsprechend ist auch Frankfurt Sitz zahlreicher internationaler Institutionen und Konzernen oder deren Deutschlandzentralen. Stark vertreten ist die Dienstleistungsbranche und insbesondere der Finanzsektor. Manifestiert in den Hochhäusern der Frankfurter Skyline ist Frankfurt eines der Finanzzentren der Welt. Nahezu alle großen deutschen Banken haben hier ihren Sitz oder eine Niederlassung. Die Frankfurter Börse ist die wichtigste Wertpapierbörse Deutschlands. Hinzu kommen die Europäische Zentralbank, sowie die Bundesbank.

Als Messestandort ist die Stadt seit dem Mittelalter bekannt. Heute finden hier so bekannte Ausstellungen wie die Frankfurter Buchmesse oder die Internationale Automobilausstellung statt, weshalb in Frankfurt viele Hotelzimmer zur Verfügung stehen. Der Einzelhandel ist stark in der Innenstadt vertreten. Die Einkaufsstraße Zeil ist eine der meist frequentierten in Deutschland.

Sehenswürdigkeiten

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Frankfurts liegen allesamt in der Altstadt nah am Main. Der Kaiserdom St. Bartholomäus steht im historischen Zentrum der Stadt. Hier wurden die deutschen Kaiser gewählt und gekrönt. Die ältesten Teile dieser katholischen Kirche entstanden im 14. Jahrhundert an Stelle mehrerer Vorgängerbauten.

Etwa 200 Meter entfernt liegt der Römerberg, der Rathausplatz Frankfurts. Er wird eingerahmt einerseits vom Rathaus, dem „Römer“, sowie wieder aufgebauten Altstadthäusern auf der anderen Seite, die in den 1980er Jahren entstanden. Auf der Südseite befindet sich die spätgotische, evangelische Alte Nikolaikirche.

Eine weitere Sehenswürdigkeit in der Frankfurter Altstadt ist die Paulskirche. Im Krieg stark zerstört, wurde sie rasch wieder aufgebaut als Symbol der Freiheit und Demokratie. Passend zum hundertjährigen Jubiläum der Nationalversammlung von 1848 konnte der Neubau eingeweiht werden. Heute dient die Paulskirche nicht mehr als Gotteshaus, sondern wird für Ausstellungen und andere Veranstaltungen genutzt.